Nebelburg

Kerker






eingebrochen.

schlimme nacht. die erste nach zwei durchwachten. gedöst nur noch, zuletzt. grausame versuche, realitäten zu finden, verstehen, halten. mit dem schalen gefühl von reue und verängstigung aufgequält. was hab ich gesagt, getan? dauerregen aufs dachfenster, kälte zieht automatisiert bis in die knochen.

kaffee? leer. der supermarkt könnt auch auf dem mond liegen und doch nicht unmöglicher zu erreichen sein.
der gedanke an nahrung treibt den kopf über die kloschüssel. gift und galle.

der fernseher murmelt nervig. assi-tv.
immer noch besser als assi-hirn.

Woelfin am 19.1.12 09:59







ich kann nicht atmen.
Schattenläuferin am 22.7.10 23:44







hey nila, bitch, that's your's:


ich kann die alte mutter tod noch auf mir reiten sehn,
meine brust sie schmeckt nach nikotin.
du hast den wolf gesäugt und er, er hat dein blut geleckt.
dieser fick war pures meskalin.

zwischen meinen beinen tobt ein ki-ka-concentration-camp.
wer mir ihren kopf bringt, der bekommt meine seele geschenkt.
du sprichst von ehrlichkeit und meinst mit "ehrlich": "lüge!".
schnipp-schnapp, ich schneide dir die zunge ab.
komm her und fick mich, fick mich, fick mich, fick mich noch fester.

unzählige male habe ich in dich hineingespuckt,
ich liebe dich, du bist an mir erstickt.
ich seh noch deine lider, deine schenkel, wie dein becken zuckt,
seinesgleichen weiß am besten, wie man seinesgleichen fickt.

eine gegen einen,
trostpreise für mich.
ich kann noch deine lippen riechen,
das hier ist für dich.


(samsas traum)

Eiswoelfin am 29.8.09 01:55







plötzlich steht t. da. ein paar meter weiter nur. und lächelt. lächelt mich an auf diese alte vertraute art, die früher süß war doch heute sofort alles in mir einfriert.
ich starrte krampfhaft durch ihn hindurch, ging zum auto, stieg ein, drückte die zentralverriegelung zu und die musik lauter.

jetzt brauche ich einen neuen termin beim augenarzt. den heute habe ich dann verpaßt.

Schattenläuferin am 16.7.08 20:23







bitte bleib am leben.
3:26


aufs handy starren und einfach nichts mehr zu sagen wissen.

Klippenspielerin am 1.6.08 07:31







und plötzlich
aus dem nichts
dieses unfaßbar starke gefühl haben, daß er weg ist, und fast nicht begreifen können, wie abartig weh das tut. und sich selbst verrückt nennen, weil der verstand darauf beharrt, daß das nicht sein kann, doch egal wie laut man sich das immer wieder sagt, das gefühl verschwindet nicht. und ihn dann anrufen, weil man augenblicke lang nicht mehr unterscheiden kann zwischen real und irrsinn.

und dann fast kein wort rauskriegen vor erleichterung, als seine stimme wie gewohnt aus dem telefon schallt.

Schattenläuferin am 22.2.08 19:27







deine hand hält den cognacschwenker, vornehm, elegant, kultiviert. und du denkst doch tatsächlich, nur weil es gesellschaftstauglich aussieht, könne es darüber hinwegtäuschen, daß du auch nur ein säufer bist wie tausende vor dir, die ihre schnapsflaschen in braune papiertüten wickeln, als könnte man sie damit unsichtbar machen.
genau das ist es, was du tust, was du schon immer getan hast seit unserer allerersten begegnung, du läßt die dinge so aussehen, wie du sie haben möchtest. doch jetzt täuschst du mich nicht mehr. ich habe dich erkannt, und es ist mir egal, welches bild du noch malst, wo ich doch längst weiß, daß deine farben alle grau sind.
ich sehe deinen hass, doch fühle deine schläge nicht mehr. ich spüre deinen ekel, doch trifft mich deine wut nicht länger. ich ahne deine verachtung, doch weiß nicht mehr warum sie mir einst solche angst machte. du kannst mich nicht mehr töten. es hat eine weile gedauert das zu begreifen, doch letztendlich stehe ich hier, lache dir aus leeren augen entgegen und bin unsterblich. wer nichts mehr zu verlieren hat, wird unantastbar, das hast du mich gelehrt ohne es selbst zu verstehen, und nun ist es die einzige waffe, die ich noch brauche. sieh doch: je länger du auf mich einprügelst um so öfter triffst du dich, und nichts kannst du mir noch antun, das ich mir nicht selbst schon angetan hätte.

ich bin mein bester feind.

Klippenspielerin am 27.1.08 01:27







es ist, als wäre einem alle haut vom leib abgezogen worden. und was immer du tust, es brennt wie feuer. es ist einfach nichts mehr da, das dich noch vor all dem bewahrt. nichts mehr übrig von diesem schutzschild zwischen dir und der welt und du möchtest schreien, doch nicht mal das geht, weil es schmerzt, so sehr schmerzt. du kannst nichts machen, nichts sagen, nichts aushalten. jede berührung bringt dich um.

niemand hat je gesagt, daß es so sein kann

gefühle zulassen? scheiß drauf, ich will meine haut zurück. oder wenigstens die mauern.

Schattenläuferin am 29.10.07 21:23







eine halbe stunde.
weißt du, wie lang eine halbe stunde sein kann, wenn man fällt?

Schattenläuferin am 16.6.07 00:37







so you go 'round and 'round and 'round
another life, another wound


(Deine Lakaien)

Klippenspielerin am 15.5.07 04:12


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