Nebelburg

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Und der Mut ist so müde geworden und die Sehnsucht so groß. Es gibt keine Berge mehr, kaum einen Baum. Nichts wagt aufzustehen. Fremde Hütten hocken durstig an versumpften Brunnen. Nirgends ein Turm. Und immer das gleiche Bild. Man hat zwei Augen zuviel. Nur in der Nacht manchmal glaubt man den Weg zu kennen. Vielleicht kehren wir nächtens immer wieder das Stück zurück, das wir in der fremden Sonne mühsam gewonnen haben? Es kann sein. Die Sonne ist schwer, wie bei uns tief im Sommer. Aber wir haben im Sommer Abschied genommen. Die Kleider der Frauen leuchteten lang aus dem Grün. Und nun reiten wir lang. Es muß also Herbst sein. Wenigstens dort, wo traurige Frauen von uns wissen.

Aufgelesen ... bei Rainer Maria Rilke ...

nebelburg am 22.5.16 17:57







"Versuch nicht dem Leben einen Sinn zu geben. Es ist nur eine Aneinanderreihung von Tagen und schlechten Tagen."

(aus "John Wick")

nebelburg am 31.12.15 23:23







"Machen Sie sich über uns lustig?"

"Das Universum macht sich über uns alle lustig."

"Warum sollte sich das Universum über uns lustig machen?"

"Vielleicht ist es unsicher."



("Charlie Crews" in "Life")

Woelfin am 28.12.15 22:08







Es gibt schon einen Grund, warum ich sagte, ich wär allein glücklicher. Naja ich bin nicht davon ausgegangen, daß ich alleine glücklich wäre. Es lag nur daran, daß ich dachte, wenn ich jemanden liebe, und es dann auseinander geht, das würde ich nicht überleben. Allein zu sein ist einfacher. Es ist nicht angenehm, wenn man das Gefühl hat, daß man Liebe braucht, und sie dann nicht bekommt. Nachher lässt man sich noch auf die Liebe ein, weil sie einem gefällt. Nachher baut man noch sein Leben darauf auf. Und dann bricht alles zusammen. Kann man so einen Schmerz überhaupt aushalten? Die Liebe zu verlieren ist wie ein Organschaden. Das ist wie sterben. Es gibt nur einen Unterschied: Der Tod ist das Ende. Das hier? Das könnte ewig so weitergehen.

(Grey's Anatomy)

Dunkelherz am 3.12.15 20:16







Das Paradoxe unserer Zeit ist:

Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz,
breite Autobahnen, aber enge Ansichten.
Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger,
machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.
Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien,
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit,
mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft,
mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand,
mehr Experten, aber auch mehr Probleme,
mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.
Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel,
wir geben verantwortungslos viel aus;
wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf,
gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf;
wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert.
Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft.
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr, wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.
Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.
Wir machen größere Dinge, aber nicht bessere.
Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt.
Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.
Wir schreiben mehr, aber wissen weniger,
wir planen mehr, aber erreichen weniger.
Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten.
Wir machen neue Computer, die mehr Informationen speichern
und eine Unmenge Kopien produzieren,
aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung,
der großen Männer und der kleinkarierten Seelen,
der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.
Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen,
der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.
Es ist die Zeit der schnellen Reisen,
der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral,
der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts.
Es ist die Zeit der Pillen, die alles können:
sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns.
Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas im Schaufenster zu haben statt im Laden,
wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile
in die ganze Welt tragen kann, und wo sie die Wahl haben:
das Leben ändern - oder den Text löschen.

Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die Ihr liebt,
weil sie nicht immer mit Euch sein werden.
Sagt ein gutes Wort denen,
die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen,
weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden
und nicht mehr bei Euch sein werden.
Schenkt dem Menschen neben Euch eine heiße Umarmung,
denn sie ist der einzige Schatz,
der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet.
Sagt dem geliebten Menschen: "Ich liebe Dich" und meint es auch so.
Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen,
können alles Böse wiedergutmachen.
Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid,
denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben Euch sein.

Findet Zeit Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen,
findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen,
- denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge,
sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.


(George Carlin)

Woelfin am 16.11.12 21:30







Freundschaft: so etwas wie Liebe mit Verstand.

(Sabine Sauer)

Woelfin am 30.10.12 07:52







Sei immer du selbst. Außer du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn.

Woelfin am 30.9.12 20:34







Abteilung: Satz des Tages

Bei Lebensabstandsläufen zahlt die Teilkasko nicht.

Woelfin am 8.12.11 15:20







Abteilung: Heute schon gelacht?


"Ich nutze mein intelligenzmäßiges Potential nur nicht."

(Assi-Weibchen beim Frauentausch)

Woelfin am 24.3.11 23:59







Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

Aufgelesen ... bei Voltaire ...

Eiswoelfin am 5.12.10 10:03


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